Andreas R. und „seine“ IG Dunkle Biene Deutschland

Eine Geschichte aus „Reinen Wein einschenken“

Eine gewisse Zeit ist es nun her, als am 18. April 2012 6 Mitglieder des http://imkerforum.nordbiene.de in einer „konzertierten Aktion“ gleichzeitig ihre Accounts löschten und auch gleich alle ihre 1.200 Forenbeiträge mit verschwinden ließen. Hintergrund ist, man erinnere sich, wohl die Entlassung von Andreas Ratz aus dem Forum nach seinen beleidigenden, diffamierenden Auftritten im Forum. Weitere „Teilnehmer“ dieser konzertierten Aktion waren, wohl auf Ratz’ massives Einwirken hin, die User Brigitte, Forggensee, Dumoint, jaimee, Michal Anton und manne. Allesamt bekannt auch aus anderen Imkerforen.

Wochen vorher bereits haben sich diese und andere „Freunde“ der Dunklen Biene zusammengefunden auf der neuen Homepage mitsamt neuem Forum der „Interessensgemeinschaft Dunkle Biene Deutschland“ (stilistisch und orthografisch korrekt müsste es eigentlich Interessengemeinschaft heißen – man sehe es ihnen nach).  Weiterlesen ‘Andreas R. und „seine“ IG Dunkle Biene Deutschland’

“Krankheitsresistente Bienen” aus La Palma?

Dunkle Biene auf natürlich großen ZellenSeit einigen Monaten wird im deutschsprachigen Internet wieder eine Sau durch’s Dorf getrieben. In praktisch jedem Imkerforum können wir von angeblich varroaresistenten Bienen lesen, die ein ein Imker namens Stephan auf La Palma, einer Insel der Kanaren, hält. In Zusammenhang mit kleinen Zellen will dieser Imker seit Jahren schon an der Krankheitsresistenz mit Erfolg gearbeitet haben.

Hoffnungen werden geweckt auf eine resistente Biene: Nie wieder Völkerverluste? Nie wieder mit Chemie behandeln?

Als Referenz und “Arbeitsanleitung” gibt der Autor seine Homepage http://www.resistantbees.com/ an. Diese Seite sollte man sich wirklich mal anschauen und auf die Bienenkenntnisse und Theorien des Autors hin überprüfen. Das schlimme ist, dass viele unerfahrene Jungimker bzw. Noch-Nicht-Imker in Deutschland und Österreich auf diesen Zug aufspringen und glauben, Weiterlesen ‘“Krankheitsresistente Bienen” aus La Palma?’

Warnung vor unseriösen Veröffentlichungen

Das Internet hat sich mittlerweile zu einem Medium entwickelt, in dem sich auch in Deutschland immer mehr Internetseiten über die Imkerei, Bienen allgemein und die Dunkle Biene im besonderen tummeln. Die meisten dieser Veröffentlichungen sind ernsthaft, andere wiederum sind als unseriös einzustufen.

Einer der Schreiberlinge aus der zweiten Kategorie scheint mir hier der in vielen Foren bekannte “Koizchen”, Tim Brauburger aus Obertshausen, zu sein. Seit ca. einem Jahr “Imker”, und aufgrund von Verlusten hat er derzeit wohl 3 Völker. Dennoch verspricht er den “Aufbau einer Reformimkerei” und stellt seine “reinrassige Zucht” vor, die er Weiterlesen ‘Warnung vor unseriösen Veröffentlichungen’

Das Ende der biologischen Vielfalt

Bienen-Multi-Kulti zerstört genetische Diversität

Seit ca. 9 Millionen Jahren besiedeln Honigbienen der Spezies Apis mellifera unseren Erdball, genauer gesagt die westlichen Teile der “Alten Welt”: Europa, Afrika und das westliche Asien. Ausgehend vom Evolutionszentrum, das wohl im subtropischen Zentralasien zu suchen war, machte sich Apis mellifera auf den Weg, um die genannten Gebiete zu erobern. Zeitgleich begab sich ihre Schwester, Apis cerana, auf eine ganz ähnliche Reise, um das östliche Asien zu besiedeln.

Beide Arten entwickelten während ihrer Jahrmillionen dauernden Existenz ganz verschiedenartige Populationen aus, die sich in den unterschiedlichsten klimatischen und geografischen Gefilden behaupten mussten: es entstanden die Unterarten. Allein in Europa sind dies mindestens 9 Unterarten der Apis mellifera, auch Subspezies genannt: die Mellifera, die Carnica, die Macedonica, die Iberica, die Sicula, die Adami, die Ligustica, die Cecropia und die Cypria. Die Darstellung der natürlichen Unterarten der Honigbiene erfolgt auf der ersten Grafik oben rechts.

Die zweite Grafik darunter zeigt die heutige Verteilung der Honigbiene und ihre genetische Zusammensetzung in den jeweiligen natürlichen Ursprungsgebieten. Sie macht das ganze Ausmaß der Katastrophe deutlich, der wir heute gegenüberstehen: von sämtlichen ursprünglich einheimischen Unterarten existieren nur noch genetische Restbestände; die Masse aller Honigbienen besteht aus Hybriden, aus Mischlingen also mit anderen Unterarten, mit Hochzuchtbienen, mit gebietsfremdem Material. Manche Unterart ist akut vom Aussterben bedroht: die Dunkle Biene Zentraleuropas, die Sizilianische Biene, die Zyprische Biene, die kretische und die syrische Biene. Und manch eine gilt bereits als ausgerottet, wie beispielsweise die maltesische Biene.

Diese Entwicklung ist keineswegs natürlichen Ursprungs. Schuld an der Ausrottung der natürlichen Unterarten ist der Imker. So wie der Mensch sich zur Krone der Schöpfung aufgeschwungen hat, so sieht sich der Imker als Gott und Herrscher über die Bienen, über “seine” Bienen. Weiterlesen ‘Das Ende der biologischen Vielfalt’

Varroaresistente Bienen?

Russische Primorski-Biene, Foto mit Dank aus www.mikesbeesandhoney.com

30 Jahre nach der Invasion der Varroa in Deutschland und Mitteleuropa stellen sich viele Imker die Frage, wie es weiter gehen soll im Kampf gegen die Varroose, die jedes Jahr zigtausende Bienenvölker in Deutschland dahinrafft. Im Laufe der Jahrzehnte wurden viele verschiedene Mittel und Methoden entwickelt, die der Imker mehr oder weniger erfolgreich einsetzt: Perizin, Ameisensäure, Brutvernichtung, Bayvarol, Oxalsäure, Folbex VA neu, Milchsäure, Thymol, und so weiter. Die Liste der weltweit eingesetzten Mittelchen könnte noch ziemlich lang werden.

Da nimmt es nicht Wunder, dass viele Imker offen sind für Bestrebungen, die Biene selber durch Auslese oder durch Zucht varroaresistent werden zu lassen. Dies haben schon seit einigen Jahren Züchter erkannt, und es hat nicht lange gedauert, da wurden die ersten Bienen als “varroaresistent” oder “varroatolerant” beschrieben!

Derzeit gelten in der Imkerschaft folgende Bienen als varroatolerant: Weiterlesen ‘Varroaresistente Bienen?’

Klimakonferenz kläglich gescheitert!

Auch Afrikabienen leiden unter dem Klimawandel

Vom 28. November bis 11. Dezember 2011 fand die 17. UN-Vertragsstaatenkonferenz der Klimakonvention (COP17 – kurz “Klimakonferenz”) statt. Mit Auslaufen des sogenannten Kyoto-Protokolls sollte eine Anschlussvereinbarung getroffen werden, hauptsächlich mit dem Ziel, den weltweiten CO2-Ausstoß soweit zu verringern, dass die Erderwärmung nicht mehr als 2 Grad Celsius über dem Wert, der vor Beginn der Industrialisierung gemessen wurde, liegt.

Die Klimakonferenz in Durban ist kläglich gescheitert!

Folgende Vereinbarung wurde in Durban getroffen:

Bis zum Jahre 2020 “soll” eine neue Klimaschutzregelung in Kraft treten, die bis zum Jahre 2015 in einem rechtlich verbindlichen Vertrag festgelegt werden “soll”. Die Vereinbarungen sollen dann auch starke Verursacher des klimaschädlichen CO2 wie die USA oder China in die Pflicht nehmen.

Die EU und der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen CDU sehen in dem Ergebnis einen historischen Durchbruch. Auch die Presse spricht weltweit von einer Weichenstellung in der Klimapolitik. Weiterlesen ‘Klimakonferenz kläglich gescheitert!’

Eine Frage der Herkunft?

Fremdbiene contra Einheimisch?

In der Dezember-Ausgabe 2011 des Deutschen Bienenjournals geht Dr. Ralph Büchler, Leiter des Bieneninstituts Kirchhain, in seinem Artikel “Eine Frage der Herkunft?” der Frage nach, welche Rolle die Herkunft der Bienen bei den Völkerverlusten in Europa spielt. In dem Artikel werden als Hauptursache für die Verluste die Varroose in Deutschland und die Nosemose in südlichen Ländern angesehen. Aufgrund deutlicher Unterschiede in den untersuchten Ländern fühlte sich Büchler dazu berufen, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen mit dem Ziel, einen Zusammenhang zwischen der Herkunft der Bienen und den Verlusten herzustellen.

“In Zusammenarbeit mit 16 Instituten aus elf europäischen Ländern haben wir im Sommer 2009 ein Experiment begonnen, das die Bedeutung der Anpassung von Bienen an ihre jeweilige Umwelt hinterfragt. … An jedem der 16 Standorte verglichen wir Bienenvölker einheimischer Herkunft mit Völkern von mindestens zwei gebietsfremden Herkünften. Zudem testeten wir von jeder Herkunft Prüfköniginnen an mindestens drei verschiedenen Standorten. Insgesamt wurden sieben Carnica-, Weiterlesen ‘Eine Frage der Herkunft?’

Kunstschwärme und Paketbienen aus dem Ausland

Massenimport aus dem Süden

Bald ist es wieder soweit…

Alljährlich führen Bienenkrankheiten (insbesondere die Varroose) und imkerliche Fehler zu großen Verlusten an Bienenvölkern in Deutschland. Das Bienensterben scheint sich auszuweiten, nicht nur in den USA, wo es als Colony Collaps Disorder CCD bezeichnet wird, aber andere Ursachen als hierzulande hat.

Jedes Jahr wieder geht mit dem Bienensterben aber auch eine große Nachfrage nach Jungvölkern einher. Viele Imker werden sich entscheiden, die verlockenden Angebote an Kunstschwärmen und Paketbienen auszuprobieren, zum Beispiel:

  • Kunstschwärme aus Sizilien: Bei diesem Angebot handelt es sich um “Kunstschwärme mit … Carnica- oder Buckfastkönigin aus der sizilianischen Imkerei Costa. … Es mag in Sizilien in der einen oder anderen Imkerei noch vereinzelt mit der Sicula-Biene gearbeitet werden, in der Imkerei Sebastiano Costa ist dies nicht der Fall. Dort wird seit 15 Jahren Carnica- und Buckfast-Zuchtmaterial aus der Landsberger Imkerschule des oberbayerischen Bienenzuchtberaters Weiterlesen ‘Kunstschwärme und Paketbienen aus dem Ausland’

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Kai-M. Engfer

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